Retriever Zucht



Juchuuu, wir erwarten Ende Juni kleine Goldentollerchen!

Nach drei wundervollen und völlig natürlichen Deckakten hat uns der Ultraschall nun gezeigt, dass Kayleigh tragend ist!!! Von weiteren Anfragen bezüglich eines Welpen bitten wir aber abzusehen, da unsere Welpenliste sowie unsere Warteliste nun schon länger voll sind. Wir freuen uns sehr über das rege Interesse an unserer Zucht und an unseren Welpen. Mit solch einer Flut netter und vielversprechender Anfragen hatten wir zunächst gar nicht gerechnet. Doch leider ist die Zahl der Goldentoller, mit denen wir hoffentlich bald einige Menschen beglücken dürfen, beschränkt, und bei einer normalen Wurfstärke von 6-8 Welpen sind alle bereits vergeben. Wir freuen uns nun riesig auf das, was uns da Ende Juni erwartet und hoffen, dass alles weiterhin so glatt läuft wie bisher und dass wir dann gesunde und muntere Welpen auf dieser Welt begrüßen und umsorgen dürfen!

Wer wir sind und was wir machen...

 Die Idee unserer Zucht steckt in weiten Teilen schon im Namen dieser Zuchtstätte. In erster Linie geht es uns um die Zucht von „red fellows“, also roten Gefährten. Denn so sind sie, die zu Unrecht noch eher unbekannten und seltenen kleinsten Retriever, die Nova Scotia Duck Tolling Retriever - sie sind unverkennbar durch ihr rotes Fell mit weißen Abzeichen, zeichnen sich aber insbesondere durch ihr treues, einfühlsames, liebevolles, zugleich aber auch temperamentvolles und hellwaches Wesen aus. Sie sind – bei den passenden Menschen – wundervolle Gefährten, die einen in erster Linie einfach nur gern jederzeit im Leben entspannt begleiten wollen, andererseits aber vor Intelligenz und Tatendrang nur so strotzen, wenn man sich intensiv mit ihnen beschäftigt. Dies erleben wir jeden Tag selbst an Kayleigh, unserer Zuchthündin, die in weiten Teilen Toller-Gene in sich trägt.

 Zugleich stecken in ihr aber auch noch zu einem weitaus geringeren Anteil die Gene des Golden Retrievers, die nur noch als kleine goldene Funken, also „golden sparks“, hier und da zu erkennen sind. Es sind nur noch kleine Details, die bei Kayleigh an einen Golden Retriever erinnern, wie zum Beispiel ihre leicht abweichende Fellfarbe und Größe oder das etwas ruhigere und unaufgeregtere Gemüt. Kayleigh stellt somit – wie wir finden eine gelungene Mischung dar, da bei ihr der Golden Retriever-Anteil dem sehr aufgeweckten Gemüt des Tollers etwas mehr Ruhe verleiht, während der Toller in ihr dem reinen Golden aus Showlinien etwas mehr Rudelbezogenheit, Temperament und Kreativität schenkt.

 Wer bis hierhin aufmerksam gelesen hat, ist nun sicher: bei unserer Zucht handelt es sich nicht um eine reinrassige, sondern um eine Mischzucht (Hybridzucht), genauer, um die Kreuzung der Rassen „Nova Scotia Duck Tolling Retriever“ und „Golden Retriever“. Wer nun aber meint, es handele sich um eine weitere Zuchtstätte, die dem allgemeinen Hype der Modezüchtungen anheim gefallen ist, um womöglich das große Geld durch eine vermeintlich neue und bessere Rasse zu machen oder einfach „hübsche Mischlinge“ zu produzieren, der hat weit gefehlt. Wir unterstützen dieses spezielle Zuchtprojekt des IHV, das ursprünglich der Idee der Goldentollings entspringt, aus deren Zuchtstätte Kayleigh auch kommt, aus völlig anderen Überlegungen und Beweggründen heraus, die wir hier in aller Kürze zusammenfassen möchten. Ausführlicher kann man sich zu dieser Zuchtform natürlich jederzeit gerne persönlich bei uns informieren.

 Warum also eine Mischzucht aus NSDTR und Golden Retriever? Der NSDTR ist eine noch nicht sehr alte und vor allem recht seltene Rasse. Aufgrund dieser Tatsache ist der Genpool dieser wundervollen Hunde recht klein und das bedeutet für die Gesundheit einer Rasse selten etwas Gutes. Einige (darunter insbesondere viele genetisch bedingte vorwiegend autoimmune) Erkrankungen sowie gehäuft auftretende frühe Todesfälle (meist ist Krebs ursächlich) können die Folge eines zu hohen Inzuchtkoeffizienten sein. Die Einkreuzung des Golden Retrievers soll also genau dem entgegenwirken und den Genpool vergrößern, damit der Verbreitung ebensolcher Erkrankungen Einhalt geboten wird. Der Golden Retriever ist in unseren Augen deswegen so geeignet zur Auffrischung des Genpools beim NSDTR, weil er zum einen den weit größeren Genpool besitzt, zum zweiten viele der genetischen Erkrankungen des Tollers nicht aufweist und – insbesondere in der Arbeitslinienvariante – trotzdem dem Toller in Wesen, Fellbeschaffenheit und Optik recht nah kommt. Daher führt das Einkreuzen weder zu großen Wesensveränderungen, noch zu gesundheitlichen Gefährdungen und macht eine Rückführung in den „typischen Toller“ somit leichter als es die Kreuzung mit einem vergleichsweise art-unverwandteren Hund, der nicht der Familie der Retriever entspringt, könnte.

Wie dem Vorhergehenden zu entnehmen war, geht es uns bei alldem nicht primär um das Erschaffen einer neuen Rasse (zumal es ohnehin ein strittiges Thema ist, ob es solche neben den vielen, die es bereits gibt, überhaupt braucht), sondern vor allem um die Gesunderhaltung der Rasse des NSDTR, zu der wir nach Einkreuzung einiger ausgewählter Golden Retriever in einer möglichst gesunden, robusten und langlebigen Form wieder zurückkehren möchten. Im besten Falle bleiben somit am Ende nur noch einige genetische Entsprechungen des Golden Retrievers erhalten, die bei uns so genannten „golden sparks“ eben, die genetisch für einen breiter aufgestellten und somit gesünderen Genpool sorgen. Im Übrigen ist ein solches Vorgehen nur in der Hundezucht bisher sehr unbekannt und auch unerwünscht - in der Pferdezucht hat man sich längst eines besseren besonnen und herausgefunden, dass auch hier Rasseeinkreuzungen zu robusteren Tieren führen.

 Dass uns unser züchterisches Vorgehen nunmal über die Zucht von „Mischlingen“ führt - ein Wort, das wir im Übrigen ganz und gar nicht negativ konnotiert verstehen - können wir voll und ganz vertreten, zumal uns Kayleigh jeden Tag zeigt, wie wundervoll ein solcher „Goldentoller“ sein kann. Mit ihr befinden wir uns auch bereits auf diesem Weg der Rückzüchtung, da sie ein „Goldentoller“ der zweiten Generation (F2) ist. Das bedeutet konkret, dass nach einmaliger Verpaarung eines Golden Retrievers mit einem NSDTR, der ihre Mutter entstammt, diese bereits wieder mit einem reinrassigen Toller verpaart wurde, woraus Kayleigh hervorging. So ist sie also dem Toller genetisch bereits wieder wesentlich näher als die Hunde der ersten Generation, was jeder merken wird, der sie kennenlernt. 😉 Und genau diesen Weg der Rückzüchtung zum Toller werden wir mit unserer ersten Verpaarung auch direkt weiterverfolgen, wenn alles so läuft, wie geplant und erhofft.

 An dieser Stelle sei noch Folgendes betont: natürlich wissen wir, dass es einige sehr gewissenhafte Toller-Züchter gibt, die sehr engagiert sind, den Genpool auch in der reinrassigen Zucht weit gestreut zu halten und Krankheiten damit weitestgehend auszuschließen. Sie nehmen teilweise weite Reisen auf sich, um genetisch möglichst unverwandte Deckrüden aufzusuchen und einige haben auch damit begonnen, ihre Zuchttiere freiwillig auf viele genetische Erkrankungen untersuchen zu lassen. Wir möchten an dieser Stelle ausdrücklich betonen, dass wir uns keineswegs gegen diese sehr verantwortungsbewusste Form der reinrassigen Zucht aussprechen, noch in Konkurrenz zu ihr treten möchten. Wir verstehen uns vielmehr als ergänzendes Projekt zur Gesunderhaltung einer Rasse, die auch uns sehr am Herzen liegt. Wir versuchen – wenn auch auf einem gänzlich anderen Weg – letztlich das gleiche Ziel zu erreichen, nämlich möglichst gesunde, langlebige, wesensfeste und typischer Toller zu züchten. Und so lautet dann auch unser gesetztes Zuchtziel! Wir stellen uns nur jenen Toller-Züchtern entgegen, die engstirnig weiter in einem kleinen Genpool herum züchten, heute testbare Erbkrankheiten außer Acht lassen und somit riskieren, dass sich solche Erkrankungen weiter verbreiten können.

 Und weil wir eben genau diese hochgesteckten Ansprüche der Gesundheit und Wesensfestigkeit aller unserer Nachzuchten haben, wird unsere Zucht auch einen entsprechenden Rahmen erhalten. So sind wir bereits Mitglied im IHV e.V. und somit der ACW, die ein entsprechendes Einkreuzungsprojekt unterstützen, und somit einer Kontrolle unterzogen. Auch Kayleigh überhaupt zur Zucht einzusetzen, haben wir uns zuvor gründlich überlegt und dabei spielten ihre charakterliche Entwicklung sowie ihre Gesundheitswerte eine entscheidende Rolle. Dabei sind wir weit über die Untersuchungen hinaus gegangen, die derzeit üblich sind und werden jeden weiteren Hund unserer Zucht ebenso gründlich untersuchen lassen – und dabei meinen wir natürlich die Gesundheitswerte beider Rassen, die in unseren Hunden stecken. Zwar bleibt die Natur letztlich immer Natur und alles ausschließen kann man leider nicht, weshalb es auf ein Lebewesen auch nie eine Garantie geben kann oder wird. Doch wir sehen es als unsere erste Pflicht an, alles derzeit Vermeidbare auch zu vermeiden! Ebenso bemüht sind wir, das rassetypische Wesen des Tollers dabei jederzeit zu erhalten. Unsere Hunde sollen temperamentvolle, energetische, intelligente, apportierfreudige Hunde bleiben, die mit viel "will to please" gerne ihrem Menschen folgen und mit ihm zusammen arbeiten.

 Zu guter Letzt sei verraten, dass der Name unserer Zuchtstätte noch eine kleine persönliche Note trägt, da das Wort „sparks“ einem wundervollen Song von Tina Dico, unserer Lieblingssängerin, entnommen ist. Denn das ist es, was Zucht für uns ausmacht – sie ist etwas ganz Persönliches. Jedes kleine Lebewesen, das bei uns auf die Welt kommt, soll die besten Voraussetzungen mit auf den Weg bekommen, denn Zucht bedeutet Verantwortung zu übernehmen, egal um welche Rasse oder Kreuzung von Rassen es sich handelt. Diese Verantwortung reicht bei uns von der Auswahl möglichst gesunder und vom Wesen her passender Elterntiere, über die ständige Weiterbildung als Züchter und somit wichtiger Part in der Sozialisation der Welpen bis hin zur Auswahl der passenden Menschen und noch darüber hinaus zur Betreuung der Mensch-Hund-Teams auch nach der Abgabe, wenn gewünscht, bis zum letzten Atemzug unserer Schützlinge.

 Ein ähnliches Verantwortungsbewusstsein erhoffen wir uns dementsprechend natürlich auch von unseren späteren Welpeneltern. Sie sollten mit ganzem Herzen bei der Sache und sich bewusst sein, dass sie für viele Jahre ein Familienmitglied aufnehmen, für dessen Wohlergehen sie jederzeit Sorge zu tragen haben. Und gerade, weil wir mit unserer Zucht am Anfang eines noch sehr jungen Zuchtprojektes stehen, wünschen wir uns ganz besonders solche Menschen, die bereit sind, mit uns zu kooperieren, damit wir unsere Ziele auch erreichen können. Denn gute und seriöse Zucht muss schließlich nachhaltig sein und das kann sie nur, wenn sie sich selbst jederzeit kritisch hinterfragt, ihren Weg gegebenenfalls anpasst und schließlich nur gesunde, wesensfeste und typische Welpen den Weg in die Zucht finden. Dazu müssen uns jedoch die Ergebnisse unserer Zucht weit über die Abgabe der Welpen hinaus interessieren und bekannt sein. Wer also einen Welpen von uns übernehmen möchte, der sollte bereit sein, uns auch nach der Adoption des kleinen rot-goldenen Weggefährten Informationen – insbesondere zur gesundheitlichen und charakterlichen Entwicklung - zukommen zu lassen. Nur so können wir immer wieder überprüfen, ob wir noch auf dem rechten Weg sind!

 Nun aber steht erstmal die Planung unseres ersten Wurfes an, auf den wir uns schon sehr freuen! Diese werden wir bald unter dem Menüpunkt Wurfplanung veröffentlichen können. Sollten wir Ihr Interesse an einem unserer Welpen oder auch einfach nur an der Zuchtidee selbst geweckt haben, so schauen Sie doch in den kommenden Wochen immer mal unter dem Menüpunkt Aktuelles vorbei und scheuen Sie sich auch nicht, jederzeit mit ihren Fragen, Anregungen oder Wünschen Kontakt zu uns aufzunehmen. Wir freuen uns auf Sie!